Giraffen-freunde

Das inklusive Kita-Projekt „Giraffenfreunde“ ist für 4-6 jährige Kinder konzipiert. Es ist ein Kooperationsprojekt für Kita´s. Alle Kinder eines Jahrgangs (1-2 Jahre vor der Einschulung) nehmen daran teil. Die Kinder treffen sich 1x pro Woche in kleinen Gruppen und werden von einer Erzieherin aus der Kita und mir begleitet. Mit „Gerda Giraffe“ geht es dann an 10 Terminen um die Stärkung der sozialen, emotionalen und sprachlichen Kompetenzen der Kinder.

 In der ersten Hälfte der Gruppenstunden werden anhand von Bildkarten und kurzen Geschichten Themen, wie z.B. „Gruppenregeln“, die „Giraffensprache“ (Beobachtung,Gefühle, Bedürfnisse, Bitte), „Gemeinsam etwas schaffen“, „Miteinander teilen“ den Kindern vorgestellt und in Gesprächsrunden besprochen. Dabei können sich die Kinder aktiv mit den Themen auseinandersetzen. Sie lernen dabei ihre eigenen Gefühle und Bedürfnisse wahrzunehmen, bei Konflikten zu sagen, was sie selbst brauchen sowie die Bedürfnisse der anderen mehr und mehr wahrzunehmen und darauf Rücksicht zu nehmen.

 

In der zweiten Hälfte der Gruppenstunden gehen wir in die Turnhalle und spielen Gruppenspiele, bei den sich die Kinder austoben können und gleichzeitig lernen, sich an Spielregeln zu halten. Kooperatives Miteinander und Rücksichtnahme werden hier spielerisch gefördert. Am Ende jeder Stunde gibt es eine kleine Ruhephase, in der die Kinder Spiele und Techniken kennen lernen, die beruhigend und entspannend auf sie wirken. Die Kinder können sich jede Woche auf ihre Gruppe freuen und lernen sich gruppenübergreifend kennen.

 

Es gibt ein Trainermanual für die Gruppenstunden und somit einen roten Faden. Gleichzeitig haben die Kinder aber auch viel Gestaltungsfreiheit, so dass sie sich aktiv in die Gruppe einbringen können.

 

Als weitere Bausteine leite ich zu diesem Projekt eine 4-stündige „Teamschulung“ des Kindergartenteams sowie ein 2-stündiges „Elternseminar“ an. Dabei setzen wir uns gemeinsam mit dem Thema „Achtsamkeit“ und einer „achtsamen Kindererziehung“ auseinander und ich stelle das Modell der „Gewaltfreien Kommunikation“ (MarshallRosenberg) vor, als eine Möglichkeit, den Kindern zu helfen, sich klarer auszudrücken und Konflikte miteinander friedlich zu lösen.